Mittwoch, 13. Juni 2007

Megapussi

Oh ja, es ist soweit, ich habe ein neues finnisches Lieblingswort, das lämpimämpi doch glatt auf den zweiten Platz verdrängt: Megapussi. Heißt übrigens nichts anderes als Einkaufsbeutel, ein Schelm, wer jetzt Böses denkt.

Montag, 21. Mai 2007

Lämpimämpi

Wieso muss ich meine eigene Deckenlampe mitbringen, wenn ich in ein finnisches Wohnheim ziehe? Kochtöpfe, Bettwäsche, in Ordnung, aber eine DECKENLAMPE??? Ich frage mich, ob in meinen 20kg Fluggepäck auch meine Kleidung noch einen Platz finden wird....

Mittwoch, 2. Mai 2007

...

Asun Münsterissä, mutta olen syntynyt Harenissa. Puhun saksaa ja englantia ja enspanjaa ja vähän suomea. Olen ammatiltani opiskelija. Olen kaksikymmentäkolme-vuotias.

Nur um mal einen Eindruck zu haben (und eine Rechtfertigung), warum hier gerade so wenig passiert: Finnisch dominiert mein Hirn. :)

Mittwoch, 28. März 2007

One-Night-Stands stinken

Diese grüne Tapete, das war doch nicht seine? Und diese Bettwäsche hatte er auch noch nicht bei sich gesehen. Und, hoppla: Wer war die Frau, die da neben ihm schlief? Sah ja ganz hübsch aus mit ihren verwuschelten Haaren. Dunkel erinnerte er sich an den letzten Abend, als seine Freunde bereits nach Hause gegangen waren und er noch mit ihr weiter getrunken hatte. Angeblitzt hatte sie ihn mit ihren grünen Augen und anscheinend hatte sie ihn auch mit zu sich nach Hause genommen. Er schüttelte unwillkürlich den Kopf, der wehtat. Offenbar war er noch immer betrunken.
Sie schlief noch immer. Drehte sich, rollte sich zusammen und schnaufte wie ein Hund. Langsam kehrten seine Erinnerungsfetzen an die Nacht zurück. Es war unglaublich schön gewesen mit ihr. Dachte, es könnte ja auch mehr werden, kuschelte sich ein und stellte fest, dass er sich trotz Kater wohl fühlte. Na ja. So ganz wohl nicht. Das viele Bier in der Disco… Und nun drückte es. Nicht in der Blase, schlimmer. Behutsam stand er auf, zog sich seine Kleidung über und suchte ihre Toilette. Ein durchaus erleichterndes Gefühl, nicht ganz so entspannend wie mit ihr in der Nacht, aber dennoch... Doch groß der Schreck, als beim Spülen kein Wasser in die Kloschüssel rauschte. Zwei Tröpfchen verirrten sich zu seiner salalgurkenförmigen Hinterlassenschaft. Er schwitze. Es fiel ihm ein, sie hatte es erwähnt, die Wohnung wurde renoviert und das Wasser war abgestellt, doch, sie hatte es abends erwähnt. Er spürte, wie sich auf seinem Rücken ein Vielfaches der Tropfen bildete, das Bad erschien ihm auf einmal eng. Seine Gedanken purzelten durcheinander. So wollte er ihr nicht in Erinnerung bleiben. Aber da war ja…richtig. Er hatte ja noch die alte Brötchentüte von gestern in seiner Jacke. Vielleicht sollte er… War zwar nicht schön, aber – immer noch besser, seine Hinterlassenschaft einfach mitzunehmen und draußen in einer Mülltonne zu entsorgen. Bevor…na ja.
Sorgfältig klaubte er das bananenförmige Etwas in die Brötchentüte, immer darauf bedacht, dass diese nicht riss und fühlte sich unglaublich kaltblütig und kreativ. Immerhin, er hatte keinen Durchfall vom Bier… Er schlich leise durch die Wohnung, wollte so nicht von ihr erwischt werden. Ah, da war ja die Küche, da lagen ja auch ein Block und Stifte. Sorgsam bettete er die Brötchentüte auf den Tisch und malte ein Grinsegesicht auf den Zettel, hinterließ seinen Namen und seine Nummer, zusammen mit einem dicken „war schön mit dir“, schlich aus der Wohnung, schloss die Tür und fühlte sich unglaublich erleichtert. Klopfte sich innerlich auf die Schulter und war unglaublich zufrieden mit sich.
Doch kaum berührte sein Fuß die erste Treppenstufe, durchzuckte es ihn siedend heiß. Er glaubte, zu fallen, ohnmächtig zu werden. Neben seinem Namen, noch immer auf dem Küchentisch – die Tüte!

Samstag, 24. März 2007

Teufel nochmal!

Neulich träumte ich, ich sei der Teufel. Und ich kann sagen: Es war herrlich. Ich habe mich selten so wunderbar-widerlich animalisch gefühlt. Ein herrlicher Traum, wirklich. Nur eins störte: Mein Pferdefuß war ein Hindernis beim Laufen. Mein rechtes Bein hing immer hinterher, so dass ich zum Laufen in einen eigentümlichen Hüpfgang verfallen musste, ähnlich Jack Nicholson als Jack Torrens in The Shining. Herrje.

Dienstag, 13. März 2007

Die fabelhafte Welt

Ich habe eine zweite Persönlichkeit. Mindestens. Das weiß ich aber erst seit heute und das ist eigentlich ein Geheimnis, denn ich bin Amélie. Ich spreche hier von Amélie Poulain, die durch die Inszenierung ihrer Fabelhaften Welt Leinwände tausender Kinos betastet und Bildschirme unzähliger Fernseher betreten hat.
Meine Verwandlung in Amélie begann mit einem ganz einfachen Glas Wasser. Vielleicht war es nicht sonderlich schlau, dieses Glas auf den Fußboden zu stellen, denn es war nicht nur sehr voll, sondern auch überproportional groß. Folglich konnte mein Fuß es kaum verfehlen, als ich unbedacht aufstand. Ströme von Wasser ergossen sich über meinen Holzfußboden, kalte Wasserzungen leckten nach Gegenständen unter meinem Bett und ein dreister Wasserarm umschloss meine Stehlampe.

Erinnern wir uns: Es gibt da diese ganz spezielle Szene aus Amélies Kindheit: Sie bekommt die alte Kamera geschenkt und streift in ihrer Gegend umher, um Fotos zu machen. Zeitgleich geschieht ein Verkehrsunfall und ihr Nachbar überzeugt sie, dass sie die Schuld dafür trage, denn ihre Kamera hätte den Unfall verursacht. Amélie erfährt abends aus den Nachrichten, dass sie für weitere Unglücke verantwortlich ist, so auch einen Flugzeugabsturz. Glaubt sie jedenfalls.

Ich-Amélie saß gerade wieder am Schreibtisch, als mit einem verdächtigen Geräusch der Strom in der Wohnung ausfiel. Was lag näher, als meine in einem Rest von Feuchtigkeit gedeihende Stehlampe zu verdächtigen? Durch meine Werkeln am unversehrt scheinenden Schutzschalter, der mir jungfräulich entgegensah, kam kein Strom. Ich erschrak, ich probierte weiter, ich stellte fest: Im ganzen Haus kein Strom. Im Antiquitätenladen neben dem Haus: Kein Strom. Wie groß erst mein Schrecken, als sich herausstellte: In der ganzen Straße kein Strom. Ich stelle also fest: Ich bin verantwortlich, womöglich noch für viel mehr Unglück. Aber das ist eigentlich ganz geheim. Ich sollte kein Wasser mehr trinken.

Montag, 26. Februar 2007

Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertrreiben

Heute: Die unnütze Möglichkeit, die nicht unbedingt weiterzuempfehlen ist. Die Aufgabe: Suche in deinem Institut einen Briefkasten, um dort eine Hausarbeit für deinen Dozenten einzuwerfen.
Wenn du die Schwierigkeit erhöhen willst, such diesen Briefkasten im Insitut für Politikwissenschaft in Münster. Tipp: Die Briefkästen befinden sich auf einem der vier Stockwerke hinter einer Tür, die aussieht wie alle anderen Türen, mit der Ausnahme, dass sie nicht beschriftet ist. Ich denke darüber nach, dem Institut einen Aufkleber mit "Hier Briefkästen" zu spenden. Immerhin, es regnete nicht durchs Dach während der Zeit (gefühlte fünf Stunden), die ich durch die Gänge irrte und einen Briefkasten suchte.

Samstag, 27. Januar 2007

Frage des Tages:

Was sagt ein Dozent, der auf Germanistik-Partys auflegt?
"Das ist Bügeleisenmusik."

Warum? Die Antwort fällt schwer, betrachtet man den hemdsärmeligen Menschen genauer. Humor? Man munkelt von Fehlanzeige. Steif doziert er in der Regel über Literatur, es fehlt jegliches Augenzwinkern. Warum also?
"Das ist hard und hot."

Vielleicht hätte ich das nicht wissen wollen, die Antwort lieber abgelegt gewusst in der Schublade "Antworten, die die Welt nicht braucht". Oder "Ich bin so lustig, aber niemand versteht meinen Humor". Aber gut, wenn man drüber gesprochen hat.
Bei ihm entwickle ich einen Bügeleisenhumor. Trocken und lauwarm.

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