...Und schuld war doch nur ein Eierlikör-Oliven-Cocktail...
Es gibt sie einfach, diese Tage. An denen am Vorabend schon alles schief läuft und man morgens mit zwei linken Füßen aufsteht. Diese Tage, an denen Minus mal Minus nicht Plus ergibt, sondern ein Desaster. Tage wie heute.
Keinen Bus genommen, weil kein Regen in Sicht. Das Fahrrad flunderplatt. Während des Aufpumpens der Regenguss des Jahrhunderts, der die Fahrt über fortdauert und genau dann aufhört, wenn man durchnässt sein Zielgebäude betritt. Unterwegs geht das Schnürband mit der Pedale eine innige Beziehung ein, die einen in Pfützen straucheln lässt.
Mittags gerät man - gerade wieder vom Morgen getrocknet - in einen Gewitterschauer, nachdem man sein Geld fürs Mittagessen vergessen hat und schon das schlimmste befürchtete. Natürlich verfährt man sich und muss stundenlang pitschnass und frierend im Büro sitzen.
Abends erinnert man sich siedend heiß, dass ja die Eltern vorbeischauen wollten. Unter Umständen hätte man womöglich doch rechtzeitig etwas aufräumen und gerade die im Zimmer verteilte (Unter)wäsche in den Schrank packen können.
Wenn dann auch noch die Halskette reißt (die man während des Mittagessens mit Sorgfalt in Tzatziki eingeweicht hat) und überall im Zimmer Holzperlen rollen, hat man längst resigniert und keine Energie mehr für Aggression.
Heute jedoch kann ich alle Schuld von mir schieben. Auch Murphy muss ich an dieser Stelle verteidigen. Schuld hingegen war eine Religionsgemeinschaft, die mir Cocktails aufdrängte.
Heute Nacht flüchete ich vor der Polizei und versteckte mich in einer geheimen Moschee. Um Einlass zu bekommen, musste ich den Cocktail trinken, der aus geriebenen Oliven und Eierlikör hergestellt war. Er sah aus wie sehr gelbe Mayonnaise und schmeckte mehr als bescheiden... Ich stellte mich schließlich der Polizei, weil ich ihn nicht trinken konnte. Das änderte aber nichts an der furchtbaren Übelkeit, mit der ich durch das vermeintliche Trinken des Cocktails aufwachte. Auch beim Frühstück holte die Erinnerung mich ein. Sie blieb. Immer wieder bevölkerte der Cocktail in meine Gedanken und sorgte für Abscheu. Dass Cocktail eigentlich Hahnenschwanz heißt, macht die Sache für mich nicht besser. Lieber hätte ich einen solchen verspeist, sogar roh. Nur nicht flüssige Eierlikör-Oliven.
Keinen Bus genommen, weil kein Regen in Sicht. Das Fahrrad flunderplatt. Während des Aufpumpens der Regenguss des Jahrhunderts, der die Fahrt über fortdauert und genau dann aufhört, wenn man durchnässt sein Zielgebäude betritt. Unterwegs geht das Schnürband mit der Pedale eine innige Beziehung ein, die einen in Pfützen straucheln lässt.
Mittags gerät man - gerade wieder vom Morgen getrocknet - in einen Gewitterschauer, nachdem man sein Geld fürs Mittagessen vergessen hat und schon das schlimmste befürchtete. Natürlich verfährt man sich und muss stundenlang pitschnass und frierend im Büro sitzen.
Abends erinnert man sich siedend heiß, dass ja die Eltern vorbeischauen wollten. Unter Umständen hätte man womöglich doch rechtzeitig etwas aufräumen und gerade die im Zimmer verteilte (Unter)wäsche in den Schrank packen können.
Wenn dann auch noch die Halskette reißt (die man während des Mittagessens mit Sorgfalt in Tzatziki eingeweicht hat) und überall im Zimmer Holzperlen rollen, hat man längst resigniert und keine Energie mehr für Aggression.
Heute jedoch kann ich alle Schuld von mir schieben. Auch Murphy muss ich an dieser Stelle verteidigen. Schuld hingegen war eine Religionsgemeinschaft, die mir Cocktails aufdrängte.
Heute Nacht flüchete ich vor der Polizei und versteckte mich in einer geheimen Moschee. Um Einlass zu bekommen, musste ich den Cocktail trinken, der aus geriebenen Oliven und Eierlikör hergestellt war. Er sah aus wie sehr gelbe Mayonnaise und schmeckte mehr als bescheiden... Ich stellte mich schließlich der Polizei, weil ich ihn nicht trinken konnte. Das änderte aber nichts an der furchtbaren Übelkeit, mit der ich durch das vermeintliche Trinken des Cocktails aufwachte. Auch beim Frühstück holte die Erinnerung mich ein. Sie blieb. Immer wieder bevölkerte der Cocktail in meine Gedanken und sorgte für Abscheu. Dass Cocktail eigentlich Hahnenschwanz heißt, macht die Sache für mich nicht besser. Lieber hätte ich einen solchen verspeist, sogar roh. Nur nicht flüssige Eierlikör-Oliven.
Madame M - 21. Aug, 20:46
Au-lait - 25. Aug, 12:43
Trank Olivia von Popeye vielleicht gern Eierlikör? :)
antworten
Madame M - 25. Aug, 21:45
Ui. Was auch immer das nun über mich aussagen mag. :) Und über die Vorlieben von Olivias Popeye... :P